Was untersucht wurde
Die Studie erforscht, welche Bedenken Lehrkräfte haben, wenn sie demokratische Schülerbeteiligung im Unterricht umsetzen sollen und welche Faktoren diese Bedenken beeinflussen. Dafür wurden 311 österreichische Lehrer*innen österreichweit befragt.
Die wichtigsten Ergebnisse
Die Bedenken der Lehrkräfte lassen sich in drei Gruppen einteilen:
Verlust von Kontrolle und Struktur, Geringe Motivation oder Zuverlässigkeit der Schüler*innen, Organisatorische Überlastung
Weniger Bedenken haben Lehrkräfte, wenn konkret verankert ist, wo Beteiligung statt finden soll. Mehr Bedenken äußern Lehrkräfte, wenn sie älter sind oder an Schulen mit vielen sozial benachteiligte Schüler*innen unterrichten.
Überraschend:
Die persönliche Vorstellung von Demokratie und die generelle Unterstützung von demokratischer Mitsprache im Unterricht spielt keine Rolle für die geäußerten Bedenken.
Was bedeutet das?
Lehrer*innen lehnen demokratische Beteiligung nicht grundsätzlich ab, ihre Bedenken spiegeln vielmehr reale Rahmenbedingungen wider. Bedenken sind daher wichtige Hinweise dafür, was Schulen benötigen, damit demokratische Prozesse im Unterricht reibungslos implementiert werden können.
