Reflection Walk / Gehspräch

Kurzbeschreibung
Beim Reflection Walk (Gehspräch) wird Denken in Bewegung initiiert. Im gemeinsamen Gehen entstehen dialogische Reflexionsräume, in denen Wahrnehmung, Körperlichkeit und Umgebung Teil des Erkenntnisprozesses werden. In Citizen-Science-Projekten eignet sich das Format zur ortsbezogenen Exploration (z. B. Lernorte, Quartiere, Natur).

Zentrale Elemente

  • Bewegung als kognitiv-emotionale Aktivierung
  • Ortsbezogene Wahrnehmung
  • Dialogisches Denken im Gehen
  • Optional: Audioaufzeichnung oder Notizen im Anschluss

Auf diesem Bild sieht man ein Beispiel für dieses Thema …

Bildungstheoretische Verortung

Das Gehspräch knüpft an pädagogische Raumtheorien sowie an Konzepte situierter Erkenntnis (Ingold) an. Denken wird als leiblich eingebetteter Prozess verstanden. Bildung entsteht im Zwischenraum von Bewegung, Wahrnehmung und Dialog.

Der Ortsbezug macht Lernumwelten erfahrbar und ermöglicht eine resonante Weltbeziehung (Rosa).

Bildungspotenzial

  • Verbindung von Körper, Raum und Reflexion
  • Sensibilisierung für Umwelt und Kontext
  • Förderung dialogischer Erkenntnisprozesse
  • Entschleunigung als bildungsrelevante Praxis

Theoretische Bezugspunkte und Schlüsselliteratur

  • Ingold: Being Alive
  • Rosa: Resonanz
  • Meyer-Drawe: Lernen als Erfahrung

Schlüsselliteratur

  • Sarah Elisabeth Döring (2022): Der Spaziergang als Werkzeug der Wissenschaft. In: Astrid Schwarz (Hrsg.): Research Series CultEnviroTech – Epistemic Cultures of Technology and Environment (Wissenskulturen Technik und Umwelt); 3. https://doi.org/10.26127/BTUOpen-5835
  • Tim Ingold, Tim. (2011). Being Alive: Essays on Movement, Knowledge and Description. London: Routledge

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